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Archive for the ‘.schreiben’ Category

.die papierrolle

Vor gut einer Woche fand in der Essener Philharmonie der BDZV-Zeitungskongress statt. Auch politikorange war dabei und wir haben ein Magazin namens „Druckreif“ produziert. Ein paar Zeilen habe ich auch selber verfasst und die wollte ich auch kurz hier stehen lassen. Viel interessanter ist aber das ganze Heft, was man hier herunterladen [pdf, ca. 8 mb] kann.

Meine paar Worte jetzt hier:

Die Papierrolle
Internet ist die neue Zeitung, frohlocken die digitalen Denker, beleuchtet von einem Bildschirm. Dabei werden das Web und sein Zubehör das Nachrichtenpapier in manchen Situationen nie ersetzen. Eine kleine anachronistische Argumentation.

„Wir drucken das Internet aus“, prangte auf dem Titel der „Welt Kompakt“ vom 1. Juli. Tolles Ding, dachte sich wohl der Springer-Verlag, wenn man einfach mal Blogger die Zeitung machen lässt.

Die aus dem Internet sollten mal ran und somit auch beweisen, dass die Zeitung noch wichtig ist. Natürlich ist die Zeitung wichtig, da waren sich auch so gut wie alle auf dem BDZV-Kongress einig. Aber muss man deswegen das „Internet ausdrucken“, um „Content“ zu haben? Ja, denn ohne bedrucktes Papier würde  unsere  Welt  zusammenbrechen, komplette Märkte würde es nicht mehr geben. Hausmänner und Hausfrauen würden verzweifeln, wenn es keine Zeitung mehr gäbe.

Es fängt schon an bei einem Umzug, wenn die Zeitung zur Porzellanpolsterung wird und später zum Spritzschutz beim Renovieren. Wenn es keine Zeitung mehr gäbe, wie sollten dann Kinder ihr Taschengeld aufbessern – wenn sie keine gerollten Nachrichtenträger in den Vorgarten werfen? Viele Grillfeste im Sommer würden ausfallen, weil keine Anzünder mehr da wären. Geburtstagsfeiern wären um ein Event ärmer, wenn kein Zeitungstanz mehr zwischen Blinde Kuh und Topfschlagen die Zeit vertreibt. Worüber soll man sich in der Bahn noch aufregen, wenn der Sitznachbar nicht mehr beim Umblättern knistert?

Kurzum – ohne Zeitungen wäre unsere Welt um ein sehr nützliches Produkt ärmer. Es wäre nur eine Frage der Zeit, wann dieses Internet noch das Rad abschaffen will. Nein, so weit darf es nicht kommen und in aller Verzweifelung  sollten  auch  Sponti-Sprüche neu gedichtet werden:

„Erst wenn es keine Zeitung mehr gibt, werdet ihr merken, dass man Fisch in kein iPad einrollen kann.“

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politikorange-Magazin "Arbeiterbewegung"Wir nennen es Arbeit“ – das ist ein schöner Titel mit dem ich auch gerne irgendwelche Situationen zitiere, weil ich kann mich über Arbeit zur Zeit auch nicht beklagen.

Also auf der einen Seite habe ich genug Arbeit und auf der anderen Seite macht mir ein Teil der Arbeit auch Spaß. Besonders die Arbeit an einer neuen politikorange kann mir sehr viel Spaß machen. Besonders wenn sie sich dann noch um ein Thema wie Arbeit handelt. Denn solche Themen sind so schön abstrakt, dass man viele Ideen ausprobieren und im Magazin unterbringen kann.

Ich habe mir in der politikorange „Arbeiterbewegung“, die auf dem DGB-Kongress erstellt und heute den taz-Abonnenten beilag, Gedanken über das Thema Creditpoints an Universitäten gemacht und ob sie den Sinn einer Vereinheitlichung wirklich erfüllen.

Die gesamte politikorange kannst du dir hier anschauen und herunterladen. An dieser Stelle jetzt mein Kommentar aus dem 24-seitigen Magazin, welches heute auch von einem Redakteur des Medium Magazin per Twitter gelobt wurde:

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Die Kreditkrise der Kommilitonen
Creditpoints haben das Studium nicht vereinfacht, sondern Wissen zu einer Währung verkommen lassen. Wenn es eine Wissenswährung gibt, dann sollten auch die Studenten damit handeln können. Ein Kommentar von Andi Weiland

Es ist mal wieder Semesteranfang und es ist mal wieder nervig. Die Kurse zu voll und es geht doch nur um das „Organisatorische“. Man quält sich durch den „Verlaufsplan“, die „Anforderungen an das Seminar“ und die Vergabe von Referatsthemen. Man packt seinen Notizblock schon ein und dann kommt der gefürchtete Satz von einem Studenten, meist aus den hinteren Reihen: „Wenn ich nur eine Hausarbeit mit zehn Seiten schreibe, bekomme ich dann trotzdem drei Creditpoints?“ – Das böse Wort ist ausgesprochen: „Creditpoints“. Und jetzt geht es los: der Professor sagt, dass er es nicht genau weiß, ein anderer Student weiß das schon besser und eine Kommilitonin hat noch eine ganz andere Frage, nämlich ob sie vier Creditpoints bekommt, wenn sie einen extralangen Handzettel zu ihrem Referat anbietet. Das Feilschen ist in vollem Gange. Dabei sollten die Creditpoints doch alles vereinfachen.

In der Theorie des „European Credit Transfer System“ war es so gedacht, dass die Arbeitsstunden von Studenten, egal, ob in Irland oder Rumänien, vergleichbar sind: 30 Stunden Arbeitsaufwand bringen einen Creditpoint – klingt logisch. Doch es gibt auch Unwägbarkeiten im System: Der Lehrplan ändert sich während des Studiums und ein Modul, das früher zehn „Credits“ wert war, ist nun nur noch fünf Punkte wert. Können die abgeleisteten fünf Extra-Creditpoints nun auf ein anderes Modul übertragen werden? Die Theorie meint „Ja“, aber die Praxis bestätigt das nicht immer. Die Punkte können auch verfallen, wenn man sich nicht in nervenaufreibende Verhandlungen mit Studienbeautragten und Dozenten begibt.

Man bedenke auch die CreditpointInflation: So manch ein Dozent vergisst allmählich, dass auch die Vorlesung im Hörsaal Zeit raubt und in die Arbeitsrechnung ein?ießen muss. Creditpoints haben das Lernen nicht einfacher gemacht, sondern die Bildung zu einer Währung verkommen lassen. Eine Umkehrung dieses Prozesses ist utopisch, also muss man nun mit der Wissenswährung zu Recht kommen.

Wir brauchen eine Creditpoint-Gewerkschaft

Die Frage ist: Wer legt fest, was ein Creditpoint wert ist? Studenten sind der Willkür von Dozenten ausgeliefert, können sich ihre Arbeit nicht adäquat bescheinigen lassen. Wir brauchen eine „Creditpoint-Gewerkschaft“, kurz CPG, inklusive Streikrecht. Vielerorts fehlt es an einer starken Organisation, die bei Verhandlungen um Modulpläne den Studenten eine Stimme verleiht. Die auch mal den Dienst quittiert, wenn Rektoren und Professoren gegen die Interessen der studierenden Mehrheit an den Unis entscheiden wollen. So eine Gewerkschaft ist überfällig, denn die Studenten wissen aus eigener Erfahrung, was sich im Bologna-System ändern muss.

Wir brauchen „Tarifverhandlungen“ darüber, wie beispielsweise Vorlesungen und Seminare in die Punktrechnung eingehen. Wir brauchen Fairness statt Willkür: Wie viel Arbeit steckt wirklich in einer Hausarbeit, was musste der Student für sein Referat leisten? Und vor allem: Was passiert, wenn sich Modulpläne ändern? Einzelgespräche helfen nicht weiter, wir brauchen endlich Verbindlichkeit. Die CPG muss europaweit agieren, wenn es der Bologna-Prozess ernst mit uns meint. Bisher ist es ein Spießrutenlauf, die Universität zu wechseln und bereits geleistetes mitzubringen und weil jede Uni ihren eigenen Creditpoint-Wechselkurs hat. Was ein Student hier geleistet hat, muss dort nicht anerkannt werden. Damit muss Schluss sein!

Wer in heutigen Zeiten um seine Arbeitspunkte kämpft, gilt sehr schnell als kleinkarierter Faulpelz. Diese Sicht ist engstirnig, denn bei Creditpoints wird jetzt schon hemmungslos getrickst. Und solange die angehenden Akademiker nicht nach der Stechuhr lernen, braucht die Entlohnung der Studenten endlich klare Maßstäbe – für echte Vergleichbarkeit. Und für mehr Ruhe in der ersten Semesterwoche.

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"Ben Foertsch" / www.jugendfotos.de

Es geht nicht immer nur ums Geld. Foto von "Ben Foertsch" / http://www.jugendfotos.de

Mensch Mensch, hier ist ja schon lange nichts mehr passiert und geputzt auch niemand. Ja, ich komme nicht so richtig hinterher mit dem Schreiben neuer Blogeinträge, aber vielleicht liegt es auch daran, dass Twitter, Facebook und Buzz mir das Leben so viel einfacher machen.

Zum Beispiel die Idee mit dem Sonntagssong fand ich anfangs ziemlich toll, aber als ich dann immer wieder mitbekommen habe, dass ich Videos die ich toll finde und wofür ich Werbung machen wollte, nicht einbinden konnte, verging mir die Lust und ich habe lieber nur noch den Link „getwittert“. Es zeigte mir, dass verschiedene Menschen nicht die Liebe zur Kunst, zur Musik im Mittelpunkt ihrer Arbeit sehen, sondern nur den Profit. Und wie soll sich der Profit vermehren, wenn jemand kostenlos ein Video in seinen Blog einbindet!? Lange Gedankengänge, viel Aufregung und es macht die Sache nicht besser.

Ich werde mir für 2010 vielleicht etwas neues einfallen lassen, aber es ist schon schwer etwas zu finden, was ich gut kann, aber zugleich unabhängig von Labels oder Urheberrchtsunternehmen bin. Dazu will ich aber klarstellen, dass ich kein Fan der Kostenlos-Kultur bin, aber ich denke auch nicht, dass das aktuelle Urheber- und Lizenzrecht den Prozessen des Internets entgegenkommt. Ich denke, dass zum Beispiel die Creative Commons-Lizenzen ein guter Weg sind, obwohl damit vieles noch nicht geklärt ist.

Okay, dies war nur eine kurze und abschweifende Erklärung, warum mir zur Zeit die Motivation fehlt, hier jede Woche einen Song vorzustellen zu wollen und dann geht es doch nicht. Aber ich denke, dass ich in den nächsten Wochen wieder mal mit irgendwas anfange.

Wenn jemand eine Idee hat, was die Ohren hier flimmern lässt, dann kann das gerne auch in die Kommentare.

Bis dahin verweise ich auch nochmal gerne auf das Projekt Jugendfotos.de, welches die Creative Commons-Lizenz sehr schön umgesetzt wird: Junge Fotografen können ihre Bilder hochladen und nicht-kommerzielle Projekte, wie zum Beispiel Schülerzeitungen oder Blogs können die sehr guten Bilder herunterladen und unter einer CC-Bedingungen verwenden. Mit Jugendmedien.de versuchen wir (ein ehrenamtliches Team aus dem Umkreis der Jugendpresse Deutschland) die Idee von Jugendfotos auch auf andere Medien (Texte, Videos, Audio etc.) auszuweiten.

Jetzt bin ich schon wieder abgeschweift (abgeschwoffen?) und dabei wollte ich nur kurz eine Erklärung loswerden. Hm…

Schöne Grüße und vielen Dank fürs Lesen, andi

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Ich habe keine Ahnung mehr wie alt ich war, als ich Schulfreunden meine erste Mail-Adresse (irgendeine von bigfoot.com) gezeigt habe. Die Verwunderung war damals groß, weil niemand so genau wusste, was das denn sein sollte. Vor ein paar Wochen saß ich Jugendlichen um die 18 Jahre zusammen, die Youtube und Facebook noch selbstverständlicher nutzten als ich und eigentlich ihre ganze Kommunikation nur noch über Skype etc.pp abfackeln. Zwischen diesen beiden Ereignissen liegen etwa zehn Jahre und es ist kaum zu glauben, was sich in der Zeit so alles getan hat.

Gerade sitze ich an meiner Diplomarbeit und versuche mich mit dem Thema zu beschäftigen, was in der Zukunft in der Internetkommunikation noch alles möglich sein kann. Okay, IT-Wissenschaftler (nicht zu verwechseln mit IT-Girls) würden sagen, dass so gut wie alles möglich ist. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass es sich auch in der Gesellschaft durchsetzen wird. Das mp3-Format zum Beispiel wurde von dem Frauenhofer-Institut schon lange vor dem ersten iPod entwickelt, aber es brauchte erst diesen kleinen weißen und damals noch sehr klobigen Kumpel um dieses Format auch gegenüber Minidisc etc. durchzusetzen. Es ist auch einigermaßen schwer zu erkennen, was sich wirklich gesellschaftlich durchsetzen wird, was unter anderem der Streit zwischen Betamax und VHS gezeigt hat. Heute muss auch niemanden mehr erklären, was eine Mail-Adresse ist. Zu diesem ganzen Themenkomplex schrieb Kathrin Passing auch eine sehr tolle Kolumne.

Vor drei Jahren habe ich mich zusammen mit Ory mit der Frage beschäftigt, wie das Web 2.0 und besonders auch Google die Arbeit von Redakteuren verändern könnte. Den Text findet man auch in der dritten Auflage des „Fuß Fassen“-Buches was die Jugendpresse Deutschland herausgibt. Am Anfang dieser Woche wurde ich wieder an eine Textstelle erinnert und zwar:

Ein weiterer Trend wird die Auswertung von Daten werden. Dabei sind nicht nur die für Werbezwecke interessanten Personalinformationen wichtig, wie dies Amazon schon seit Jahren pflegt (beispielsweise mit dem Zusatz „dies könnte Ihnen gefallen“), sondern auch die Zusammenführung von Informationen und Daten. Seit Jahren verfolgen Entwickler den Traum eines semantischen Internets. Also einer Art Internet, das den Menschen versteht und somit in einer Suchanfrage nicht mehr nur nach den Suchwörtern, sondern auch nach dem Kontext geht. Sollte ein User dann fragen „Wann fährt der nächste Zug nach Köln?“ würde der Rechner nur noch ein Ergebnis ausgeben, welches er gemäß des Standortes des Nutzers und der Fahrpläne der Bahn im Internet ermittelt hat. Dank dieser Entwicklungen im Internet und neuen Technologien könnten zum Beispiel Handys in der Zukunft durch die einfache Frage „Wo ist der nächste Bankautomat?“ einem schnurstracks zum nächsten Automaten geleiten.

Diesen Text schrieben wir im Frühjahr 2007 und daran erinnert wurde ich durch das Google Nexus One:

Jetzt ist die Frage, was die weiteren Entwicklungen sein werden? Denn diese möchte ich in meiner Diplomarbeit mitverarbeiten. Ich bin also für Anregungen und Ideen offen. 😉

P.S. Auf Neue Nachrichten gibt es schon einen Artikel zu der Web-Werbung und Spracherkennung von Google Nexus One.

P.P.S. Auch der Presseschauer Daniel stellt eine weitere Entwicklung von Google vor: eine Navigationssoftware.

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Manchmal sieht man den Artikel vor lauter Zeitungen nicht mehr. Ich hätte ja schon lange mal den Artikel, den ich in der politikorange zum Linken-Parteitag geschrieben habe, auch hier veröffentlichen können. Die komplette Ausgabe der politikorange gibt es hier als pdf.

Hier nun der Artikel.

Kein Pop bei den Linken

Hier spielt die MusikWas hören linke Delegierte wenn sie nicht gerade über Wahlprogramme abstimmen oder anderthalb Stunden Gregor Gysi zuhören? Andreas Weiland begab sich auf die Suche.

Auf den ersten Blick ein leichtes Thema: was hören die LINKEN in ihrer Freizeit? Fernab der großen Politik wollte ich die Delegierten nach ihren popkulturellen Musikgeschmack befragen. Welche Lieder hören Linke?  Bei meiner Planung schlichen sich Denkfehler ein. Der erste Denkfehler bestand darin, dass man keine Freizeit vom Linksein hat. Man kann die linke Ideologie am Feierabend hin nicht in den Schrank hängen oder in einem Ordner abheften. Daraus folgte dann der zweite Denkfehler: denn während zumeist Freizeitsoundtracks aus unpolitischer Popmusik bestehen, brauchen linke Ohren anscheinend eine politische Beschallung.

Felix Pithan aus Bremen sagt von sich dass er keinen ausgeprägten Musikgeschmack besitzt. Wenn er jedoch Musik hört, dann ist es chilenische Folkloremusik. Diese lernte er während seines Sozialen Jahres in Südamerika kennen. Aber auch hier betont er: „die linke Folklore“. Eine Hochzeit erlebte diese Musikrichtung in der Zeit nach dem linken chilenische Staatspräsidenten Salvador Allende, der 1973 von Augusto Pinochet gestürzt wurde.

Unser, an die Popkultur gewohntes Ohr, findet diese Art von Musik am ehesten bei der Gruppe Calexico wieder. Diese vertonten im letzten Sommer radiotauglich das Schicksal von „Victor Jara’s Hands“ um damit auf die aktuelle Situation in Guantanamo Bay und Abu Ghraib aufmerksam zu machen. Dem chilenischen Gitarristen Victor Jara wurden bei Pinochets Putsch im Gefängnis die Hände gebrochen und als er das letzte Mal „Venceremos – Wir werden siegen“ singen wollte, wurde er von den Soldaten erschlagen. Die Musik des Virtuosen war dem Diktator eine zu gefährliche Waffe.

Dass Musik eine mächtige Kraft besitzt, dessen sind sich auch die Programmplaner der Parteitages bewusst. Eine Mischung aus lockeren Einstieg und weichgespülten Widerstand, dafür wurde IG Blech auf die Bühne bestellt. Ein Mix aus jiddischen, peruanischen und südländischen Genres, so hört sich dann der linke Pop an. Zum Schluss endete man wohlwollend in dem allseits bekannten „Commandante Che Guevara“, dem Symbol der Revolution nicht nur für politisch Interessierte.

Ganz so verkopft ist der Musikgeschmack der Delegierten dann doch nicht und neben Weltmusik reicht die Bandbreite von Klassik bis revolutionärer Punk-Alternativ-Rockmusik. Ralf Engelke von der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen würde sich als Unterhaltungsmusik auf dem Parteitag auch lieber den Ohrboten und vielleicht Seeed lauschen.

Aber politisch sollte es schon sein. So hört die 22-Jährige Delegierte Asja Huberty am liebsten italienische Protestmusik a la Modena City Ramblers die vor ein paar Jahren für italienische Kommunisten das Partisanenlied „Bella Ciao“ neu interpretierten. Und fragt man Asja Huberty, welches Lied sie am liebsten auf dem Parteitag singen möchte, dann antwortet das Mädchen mit den roten Haaren: „Die ‚Internationale’. Und zwar alle drei Strophen noch vor der ersten Rede!“

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Am Freitag fuhr ich in einem Ford Ka

In der Hoffnung dass mich keiner sah.

Leider stand im Stau ein Bekannter neben mir

Er schrie: „Ah du auch hier“

Ich fragte ihn, was denn los sei

Die Strecke sei doch sonst frei

Er meinte, dass ein Demonstrant die Straße blockierte

Der Irre sei ein Fischer oder ein Hirte

Ich: „Geht es hier denn um Agrarsubventionen?“

Er: „Nein, nein das würde sich für den nicht lohnen.“

Ein Heiliger soll der Stauverursacher sein

Mit Nägeln zwischen Hand und Bein.

Ich verstand, es fiel mir wie Schuppen von den Augen

Ich wollte es einfach nicht glauben:

Für diesen Stau leistete ein Jesus seinen Beitrag

Ach Mist, es ist Ford Karfreitag.

*

*

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.ohrenflimmern grüßt Jesus und den Papst, weil die heute mal wieder viel zu tun haben!

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Heute möchte ich mal mit einen Irrtum in der PopulärGrundschulmusik aufräumen.

Die Kidnapping-Gans

Der Fuchs hat die Gans nicht gestohlen!
Die Gans ist ganz unverholen
selbst mitgegangen
und wurde nicht gefangen!
Die wollte nur ihre Versicherung betrügen,
denn zu Hause warteten 10 Küken.
„Wie soll ich die denn alle füttern?“
fragte sie bei den Gansberatungsmüttern.
„Sie müssen sich entführen lassen!
Der Fuchs füllt mit Entführungen seine eigenen Kassen“
meinte die alte Gans, die gerne alle siezt
„aber passen sie auf: fürs Alibi brauchen sie eine Notiz!“
Die Kidnapping-Gans beauftragte den Liedermacher der Stadt.
Der dann mit „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ seinen ersten Hit geschrieben hat.

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