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Archive for Juni 2007

 

„Feuer frei und weiteratmen!“ – Kettcar

Es ist unglaublich, wie relativ die Zeit doch wirklich ist. Nicht nur Herr Lehmann und die schöne Köchin aus der Markthalle haben darüber lange diskutiert (und ja die Köchin hatte Recht) sondern auch Kettcar und deren Konzert haben Einstein bestätigt.

Kurz: man wartet lange, dann ist es da und schon wieder vorbei.

Lang: Vor Monaten kündigten Kettcar ein Konzert in Münster an, Skaters Palace um genau zu sein, dazu wurden die grandiosen Freunde von Pale eingeladen und schon stand fest: andi und Konsorten mussten das KonzertPferd satteln mit dem Kauf von Karten.

Die lange Zeit des Wartens hatte dann gestern ein Ende und der Weg zum Konzert wurde schon spannend, weil andi an einer ExtraRunde ANGEBLICH Schuld war, obwohl hierbei aus einer Demokratie eine Diktatur gemacht wurden, weil die beiden anderen Begleiter ja nieeee da lang wollten, aber trotzdem der Meinung eines Einzelnen folgten. Wenigsten wurde damit die ÄrgerFigur des Abends gefunden, aber diese ÄrgerFigur steht über den Dingen und ist auch der Einzige, der es schafft auf 15 Minuten Weg nicht rumzuheulen. Soweit, am Ziel angelangt wurde andi der frühere Weg wieder klar und so hätte man es auch erreicht. Dann das traurige Schild, dass Pale nicht spielen könnte und die noch traurige akustische Beobachtung, wenn einer vor einem in der Warteschlange steht und meint, dass diese Nachricht kein Verlust wäre…Sorry lieber von Musik-Nichts-Ahnung-Haber, bitte Karte an der Abendkasse zurückgeben, ohne finanzielle Rückerstattung, aber mit „einer Erfahrung reicher“.

Okay im Skaters Palace, alles süffig wie immer, schön; Bier teuer wie immer, nicht schön. Nach mehren Analysen des Alterdurchschnitt (zwischen 16 und 35) spielte dann schon „The Ghost of Tom Joad“, eine Vorband die da war und naja ähm mal ein bissel laute Musik gemacht hat, aber wohl im Überangebot an lauten Gitarrenbands untergehen wird oder besser werden muss, interessanter. Auf jeden Fall spielten sie gefühlt zu lang. Irgendwann waren dann die drei Monate komplett um und die Halle wurde dunkel, die Menschen rückten mehr zusammen und die ersten Akkorde von „Deiche“ erklangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wunderbarer, aber nicht überraschender erster Song, sogar andi hat es gewusst. 😉 Der zweite Song war dem andi unbekannt und man verstand leider nicht viel; Kettcar sind keine Band wo man hingehen sollte, wenn man die Musik nicht kennt und die Texte nicht schon mal gehört hat, weil auf einem Konzert wird man die kaum erhören, dafür ist der Sound von Wiebuschs Mikro zu schlecht gewesen. Oder lag es an der Halle, die Quarterpipe auf der sie standen? Es folgten tolle Songs, einer Band, die Texte für die Ewigkeit geschrieben haben und immer wieder das Ärgerlichste eines Konzertes einen vor die Augen führen: ein Konzert hat keine Repeat-Taste. Besonders bedauerlich bei „ich danke der academy“, ein Song der sogar als Zitat in einem Referat drei Stunden vor dem Konzert vorkam. Hach war das schön, nach zwei Zugaben endete das Konzert mit einem einsamen Wiebusch auf der Bühne, mit einer Akustikgitarre im blauen Licht gehüllt und er sang über den „Lebenslauf, gebastelt mit den Händen eines Tanzbären“. Ein wunderbarer Abschluss, aber leider kam das Ende zu früh, wie kann eins schöner Moment schon nach 90minuten vorbei sein, wenn man so lange gewartet hat? Und NEIN es ist nicht mit einem Fußballspiel zu vergleichen, weil: viel besser! Seit einem Jahr haben Kettcar nicht mehr live gespielt, was man manchmal sehr schön gehört hat und es so sympathisch gemacht hat, wenn die Band verlegen lächelt, wenn sie sich verspielt bzw. jeder spielt was er gerade dachte. Individualität ist eine Tugend. 😉

Jetzt sind schon fast wieder 24 Stunden um, seit der erste Ton erklang, morgen werden es 48 Stunden sein, aber die Erinnerungen bleiben frisch, als ob man jetzt gerade auf der Reise in einem Taxi zu den Landungsbrücken und ins High-End-Leben ist. Zeit ist ein kurioses Gut, was jeder besitzt und unterschiedlich bewertet, aber gestern waren Menschen an einem Ort im kleinen Münster die die relative Zeit wohl absolut genossen haben.

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„Alles was Spaß macht: keine Arbeit“

– Wir sind Helden

Das Internet hat doch immer noch Raritäten zu bieten. So fand ich gestern eine schöne Aufnahme von Albert King* und Steve Ray Vaughan, zwei Jazz-Musiker die ihr Handwerk beherrschen und dieses auf der Session von 1988 beweisen. Schön, so wollte ich mich schon immer mal entwickeln, dass man mit Jahreszahlen und Jazzmusiker um sich schmeißt und alle denken, man hätte Ahnung (Hallo Rob;), dem ist nicht so, aber es macht mir Spaß sich das anzuhören und sich anderen mitzuteilen, was einen Spaß macht – Punkt. Absatz.

Denn jetzt komme ich dahin, warum ich mal wieder hier bin: Spaß. Eigentlich eine lustige Sache, aber wie gestern eine Freundin von mir mitbekommen hat, nicht immer frei vom Neid anderer. Soweit mitgekommen? Dann weiter lesen: Also wie schon der ein oder andere mitbekommen hat, studiere ich und das nicht mal all.zu.schlecht, die vorhin beschriebene Freundin studiert auch und muss sich dafür entschuldigen. Warum? Weil es ihr Spaß macht. Surreal, aber wahr. Und im Eifer des Glases Rotwein und dem Herbie Hancock im Ohr meinte ich dann nur, dass es doch schon erschreckend ist, wenn man sich entschuldigen muss, wenn einem was Spaß macht. Auch ich bekomme öfters den Vorwurf zu spüren, dass es wohl schlimm ist Student zu sein, weil man den Staat auf der Tasche liegt und ja andere arme Menschen in unserem Alter und älter, arbeiten gehen müssen. Besonders das zu Kreuze kriechen beim Bafög lässt mich das spüren. Ja, das Studium macht mir Spaß, aber ist es verwerflich, dass man was macht, was einen Spaß macht? Muss man sich dann anhören, dass man nichts Richtiges, weil es einem Freude bereitet? Das ist doch fies. Erstens fiel mir das Studium nicht in den Schoß, Zweitens macht es nicht jeden Tag-24 Stunden- sieben Tage die Woche-usw. Spaß, sondern nur manche Sachen und Drittens bin ich nicht Schuld daran, wenn Andere was machen, was ihnen nicht Spaß macht. Besonders wenn die Vorwürfe aus meinem Alterskreis kommen, dann ist das schon komisch, weil ich niemanden gesagt habe, dass er das Abi nicht machen soll und lieber eine Ausbildung machen soll, die ihn auf keinen Fall Spaß macht. Mir bereitet es auch keinen Spaß jeden Dienstag früh aufzustehen, eine schreckliche Vorlesung am Nachmittag zu besuchen und am Abend Dr. House zu verpassen, weil man noch ein Referat vorbereiten muss. Aber ich freue mich, wenn ich über Popkultur oder unseres politisches System was lerne und dafür auch gerne mal die BallermannHits Vol. 6 im Regal stehen lasse. Die alten Griechen würden im Grabe rotieren, wenn es jetzt schon verwerfliche ist, gerne zu Lernen und Lesen.

Apropos Tot: Als Nächstes dürfen die Raucher sich auch beschweren, warum sie Lungenkrebs haben und zwar bei mir, dem Nichtraucher, weil ich daran schuld bin, dass ich keinen habe!? Verwirrend? Ja!

Die eigene Nase ist am Nahesten, sage ich da mal. Zurück zu den JazzMusikern, bitte Beschwerden an die wenden, warum die denn ihr Geld mit Sachen verdienen, die ihnen Spaß machen. TzTz.

Hoffentlich wird es verstanden, dass man auch morgens glücklich aufstehen kann, um zur Uni zu gehen, ist ja nicht immer so. Danke.

P.S. Vielleicht lassen sich aber so auch Studien erklären, warum Deutsche so unzufrieden sind, weil sie immer nur den Nachbarn anschauen, der zufrieden ist und man dann automatisch unzufrieden wird?

P.P.S. Der Autor ist sich der Ironie bewusst, dass er unzufrieden wird, wenn andere unzufrieden sind, wenn andere zufrieden sind und lässt somit seine deutsche Herkunft nicht verleugnen. 😉

*Nein, nicht B.B. King.

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.politiker und ficken

Tzz und wieder einmal wird der schon so geschundene Glauben an die Politik mit einem neuen Tritt inne Eier getroffen. Also das Boulevardmagazin „Ohrenflimmern“ berichtete ja, dass eine belgische Politikerin BlowJobs für Stimmen vergeben will und nun das:

Es war ein Marketing-Gag der belgischen Protestgruppe Nee mit Folgen. Allein 100.000 Belgier haben sich für einen Blowjob von Tania Derveaux registriert. Die orale Befriedigung kam nie – aber dafür soll es jetzt sogar zwei Filme über das Ereignis geben. Bei einem spielt die Politikerin mit – der andere kommt von einer bekannten Porno-Schmiede. “ (hier und hier gelesen).

Mensch ey, was soll man da noch glauben. Wenn jetzt nochmal jemand sagt, dass Politik eine Hure ist….

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.zurück zur tagesordnung

So, endlich ist der G8-Gipfel vorbei, hat ja auch langsam genervt, immer die gleichen Bilder, aber wie bei einer Diskussion bei Christiansen – zum Schluss war es für jeden ein Erfolg und jeder hat gewonnen und alle haben sich wieder lieb. Gut, gebracht hat es das alles nichts; alte Sachen wurden Bestätigt und Putin darf Journalisten verspotten. Also zurück zur Tagesordnung, was denn eigentlich wichtig ist: Paris Hilton? Nein. Mark Medlock? Nein.

Ah ja, endlich was gefunden: Also den Verdacht hatte ich ja schon immer (seit zwei Wochen), aber die Sprecherin bei Gallileo, ist dieselbe wie die deutsche Synchronstimme von Scully bei Akte X – Franziska Pigulla. Irgendwie lustig, weil bei beiden Sachen werden immer krasse Phänomene untersucht: wie kommt die Zahnpasta in die youTube (den Kalauer wollte ich schon immer mal bringen) oder können Außerirdische in Köln überleben? Man weiß es nicht.

Aber was noch bei der Vita von Frau Pigulla interessant ist, dass sie sehr oft immer diese mysteriöse Stimme spricht, so auch bei den Film Google Epic. Also ihre Stimme wird oft gefragt wenn die Atmo sowas ähm von Verschwörungstheoretischen bis hin zum Übermenschlichen haben soll. Cool, da stelle ich mir vor wie sie mal eine Pizza telefonisch bestellt und ich die vielleicht entgegennehme: „und bitte mit extra Käse“.

Jetzt zum Abschluss noch ein schicker Clip vom Satiremagazin Extra3:

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.klicken und sehen

Ein bisschen ungeordnet, aber ich will nun nicht drei Beiträge zu einem Thema posten, wenn man dieses global unter „anschauen“ fassen kann.

Also irgendwie war heute so ein Tag, wo man viele Infos zu einem Thema bekommt. Das ist glaube ich genauso, wie mit Tagen an denen man denkt nur Pech zu haben, weil er schon doof angefangen hat; da verliert man einen Finger beim morgendlichen Holzlatten-Sägen und schon wird man auch schon sauer, wenn man von einem Auto auf dem Weg zum Arzt angefahren wird. Naja, aber es passieren an solchen Tagen bestimmt auch gute Sachen, dass man vielleicht noch im gleichen Quartal, wie der letzten Darmspülung ist und deswegen nicht die zehn Euro nochmal bezahlen muss. Vorrausgesetzt, dass man den Beleg dabei hat.

Zurück zum Thema. Heute habe ich zwei Sachen gefunden, die man sich angucken sollte, wenn man es noch nicht getan hat, wie es bei mir der Fall ist. Das Erste werde ich einfach mal mit einem Zitat von der mir zu gespielten Informationsseite dwdl aufzeigen:

Bereits am 7. Juli zeigt ProSieben den Dokumentarfilm ‚Eine unbequeme Wahrheit‚ des US-Politikers Al Gore.

Die Zweite Sache ist der Film „Gegen die Wand„, den man sich beim NDR online anschauen kann.

Und das Dritte, sollte dann wieder auf die Tagespolitik zurückführen: auf G8-TV kann man sich eine Berichterstattung zum G8-Gipfel und deren Demonstrationen fernab von SpOn anschauen.

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