Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Juli 2009

Ich kann es irgendwie immer noch nicht glauben, aber auf der bandeigenen Homepage steht es leider schwarz auf grau: Muff Potter lösen sich wohl auf. Vielen Dank für die ganzen groß.art.igen Songs und Konzerte die ich nie vergessen werde!!! Ich hoffe, dass man dann trotzdem noch was von euch hört!

Hier die Nachricht von der Homepage:

Von: fuckoffanddie@muffpotter.net
An: freunde@muffpotter.net
Betreff: good news for people who love bad news

liebe freunde von muff potter,

vor fast zehn jahren sangen wir in dem „siegerlied“:
„tapferkeit ist nicht gottgegeben, wer will schon lernen wie man sowas macht.“
und weil wir nie gelernt haben wie man sowas macht machen wir es kurz:

WIR LÖSEN UNSERE BAND AUF!

wir glauben, daß wir nach gut 16 jahren an einem schlusspunkt angekommen sind. wir glauben, daß wir dieses jahr mit „gute aussicht“ eine der besten randale platten des ganzen jahrzehnts abgeliefert haben. wir glauben, daß wir in all den jahren, nicht zuletzt 2008/2009, phänomenal viel energie in diese band gesteckt haben.
muff potter, ein monster, larger than life. manche von uns spielen jetzt seit der hälfte ihres lebens in dieser band. das muss man sich mal vorstellen!

irgendwann ist auch mal schluss.
der besiegte sieger macht platz für etwas neues.

alle angekündigten konzerte werden gespielt, und im dezember sagen wir nochmal eine woche lang tschüs. die termine werden in wenigen wochen bekannt gegeben.

danke an alle die uns in den letzten 16 jahren unterstützt haben.
danke am allermeisten an uns selbst für 16 jahre fahrtwind.
wir gehen erhobenen hauptes, in demut und stolz. besser können wir uns einen abgang nicht vorstellen.

muff potter forever.
auf wiedersehen,
sagen nagel, shredder, dennis und brami.

Read Full Post »

Manchmal sieht man den Artikel vor lauter Zeitungen nicht mehr. Ich hätte ja schon lange mal den Artikel, den ich in der politikorange zum Linken-Parteitag geschrieben habe, auch hier veröffentlichen können. Die komplette Ausgabe der politikorange gibt es hier als pdf.

Hier nun der Artikel.

Kein Pop bei den Linken

Hier spielt die MusikWas hören linke Delegierte wenn sie nicht gerade über Wahlprogramme abstimmen oder anderthalb Stunden Gregor Gysi zuhören? Andreas Weiland begab sich auf die Suche.

Auf den ersten Blick ein leichtes Thema: was hören die LINKEN in ihrer Freizeit? Fernab der großen Politik wollte ich die Delegierten nach ihren popkulturellen Musikgeschmack befragen. Welche Lieder hören Linke?  Bei meiner Planung schlichen sich Denkfehler ein. Der erste Denkfehler bestand darin, dass man keine Freizeit vom Linksein hat. Man kann die linke Ideologie am Feierabend hin nicht in den Schrank hängen oder in einem Ordner abheften. Daraus folgte dann der zweite Denkfehler: denn während zumeist Freizeitsoundtracks aus unpolitischer Popmusik bestehen, brauchen linke Ohren anscheinend eine politische Beschallung.

Felix Pithan aus Bremen sagt von sich dass er keinen ausgeprägten Musikgeschmack besitzt. Wenn er jedoch Musik hört, dann ist es chilenische Folkloremusik. Diese lernte er während seines Sozialen Jahres in Südamerika kennen. Aber auch hier betont er: „die linke Folklore“. Eine Hochzeit erlebte diese Musikrichtung in der Zeit nach dem linken chilenische Staatspräsidenten Salvador Allende, der 1973 von Augusto Pinochet gestürzt wurde.

Unser, an die Popkultur gewohntes Ohr, findet diese Art von Musik am ehesten bei der Gruppe Calexico wieder. Diese vertonten im letzten Sommer radiotauglich das Schicksal von „Victor Jara’s Hands“ um damit auf die aktuelle Situation in Guantanamo Bay und Abu Ghraib aufmerksam zu machen. Dem chilenischen Gitarristen Victor Jara wurden bei Pinochets Putsch im Gefängnis die Hände gebrochen und als er das letzte Mal „Venceremos – Wir werden siegen“ singen wollte, wurde er von den Soldaten erschlagen. Die Musik des Virtuosen war dem Diktator eine zu gefährliche Waffe.

Dass Musik eine mächtige Kraft besitzt, dessen sind sich auch die Programmplaner der Parteitages bewusst. Eine Mischung aus lockeren Einstieg und weichgespülten Widerstand, dafür wurde IG Blech auf die Bühne bestellt. Ein Mix aus jiddischen, peruanischen und südländischen Genres, so hört sich dann der linke Pop an. Zum Schluss endete man wohlwollend in dem allseits bekannten „Commandante Che Guevara“, dem Symbol der Revolution nicht nur für politisch Interessierte.

Ganz so verkopft ist der Musikgeschmack der Delegierten dann doch nicht und neben Weltmusik reicht die Bandbreite von Klassik bis revolutionärer Punk-Alternativ-Rockmusik. Ralf Engelke von der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen würde sich als Unterhaltungsmusik auf dem Parteitag auch lieber den Ohrboten und vielleicht Seeed lauschen.

Aber politisch sollte es schon sein. So hört die 22-Jährige Delegierte Asja Huberty am liebsten italienische Protestmusik a la Modena City Ramblers die vor ein paar Jahren für italienische Kommunisten das Partisanenlied „Bella Ciao“ neu interpretierten. Und fragt man Asja Huberty, welches Lied sie am liebsten auf dem Parteitag singen möchte, dann antwortet das Mädchen mit den roten Haaren: „Die ‚Internationale’. Und zwar alle drei Strophen noch vor der ersten Rede!“

Read Full Post »

Lokalisten.de macht ja gerade Werbung damit, dass man immer irgend wen über fünf Ecken kennt und deswegen auf Parties nie wieder alleine ist. Oder war es wer-kennt-wen oder doch wer ganz anders? Egal, auf was ganz anderes will ich hinaus: Jeff Tweedy. Also manchmal lernt man ja auch Bands erst durch ihren Sänger kennen, beziehungs.weise (endlich passt das Wort mal) den Sänger und dann die Band.

Also bei mir war es irgendwann vor vielen Jahren mal so, dass ich auf ein Solokonzert von Jeff Tweedy gestoßen bin, er ruhig mit Gitarre und in intimer Runde, ein Wohnzimmerkonzert halt, Letters to Santa Benefit – der Name. An diversen Stellen im Internet ist dieses Konzert auch noch zu haben und ich kann es jeden nur empfehlen. Auch mein Bewusstsein für den Sänger wurde durch diese Aufnahmen stark geprägt, wenn jemand so die Worte in Jesus etc. ausssingen kann: „Jesus, don’t cry / you can rely on me honey / you can combine anything you want / I’ll be around / you were right about the stars / each one is a setting sun“ Auf jeden Fall musste ich mir danach nochmal die Sachen von Wilco, die ich schon besaß neu anhören, besonders Impossible Germany hat es mir angetan, wegen dem wunderbaren Gitarrensolo von Nels Cline.

Auch auf den neuen Album, dessen Name Wilco (the Album) vermutlich stellvertretend für die Unaufgeregtheit der Platte stehen soll, drückt sich Cline an Tweedy vorbei und gibt den sehr folklastigen Album die besondere Note, damit es doch mehr ist, als nur Folk von einem ruhigen Tweedy. Wegen Cline höre ich mir das Album sehr gerne an (besonders Everlasting und Bull Black Nova), aber lieben werde ich es wegen einer Gastsängerin, die niemand geringes ist, als Leslie Feist in You and I. Im Gegensatz zum Schlagzeug lässt es mein Herz schneller, aufgeregter schlagen. Anders als die letzten Alben, besonders Yankee Hotel Foxtrott und Sky Blue Sky, ist es das homogenste und ruhigste Album, auf den nur Cline und seine Gitarre ausbricht, der Rest der Band bleibt lieb hinter Tweedy zurück und auch das Klavier in You Never Know wird nicht im Gedächtnis bleiben.

Empfehlenswert ist das Album trotzdem, besonders wenn man im Auto, am Kanal, am Strand oder irgendwo sitzt. Nur sitzen sollte man. Anders als das Kamel auf dem total geilen Albumcover, was auf die Gäste für Party wartet, die sich dann wiederum setzen werden, um das angenehme Album zu hören. Wie schon einst in dem Wohnzimmer mit Jeff ohne Lokalisten.de.

Leider haben es die Plattenfirmen ja immer noch nicht begriffen, dass das Internet nicht böse ist und deswegen kann ich nur die erste Single You never know so einbetten (ohne Video):

Read Full Post »

Ich weiß wirklich nicht was im Schanzenviertel letztes Wochenende abging, aber eines habe ich selbst erlebt: auch Polizisten können brutal sein und manchmal die Verhältnismäßigkeit nicht wahren. Zum Beispiel wenn man auf einer Demo in Dortmund gegen eine Gruppe von zehn Leuten mit Tränengas vorgeht und sich auf 16jährige Mädchen stürzt. Ohne jetzt lange Diskussionen anzufangen, was beim Schanzenfest abging, hier nur das neue Video von K.I.Z. Eintritt vom gerade erschienen neuen Album Sexismus gegen Rechts.

Irgendwie habe ich vergessen, was mein Zusammenhang mit brutalen Polizisten und dem Video war… 😉

Read Full Post »

.sonntagssong #20

Das war ne Freude: endlich ist das neue Album von Regina Spektor draußen und auch wenn es ein bisschen ruhiger ist, als der Vorgänger, macht es sehr viel Spaß. Dazu hat sich ein wunderbares Video zur Single „Laughing With“ auf youtube verirrt und zufällig ist es auch hier als der zwanzigste Sonntagssong zu sehen.

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: