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Ein kleiner Spaß zum Sonntagsbrunch. Tobias Schlegl, Moderator von Extra3, war in Itzehoe unterwegs, um die Daten von Passanten von dem gegenwärtigen Klau zu sichern. Viel Spaß bei dem Vodcast.

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Zur Zeit ist das doch ein bisschen uncool: auf einmal sind die Daten, die man überall angibt nicht mehr sicher. Die Unternehmen verkaufen Daten und/oder tauschen sie, wie in alten Panini-Fußballbilder-Zeiten.Auch die Politik findet das nicht in Ordnung. Denn: was wer sammelt und verkauft, bestimmen immer noch sie…

Natürlich ist es sehr ärgerlich, fast verbrecherisch, wenn Daten, besonders welche im finanziellen Zusammenhang (wie Kontodaten), verkauft werden. Es besteht jedoch immer noch kein direkter Zusammenhang dazwischen, wenn man irgendwo Kontodaten angibt, dass das auch Geld von anderen Firmen abgebucht werden. Es bleibt dabei wichtig, seine Geldbewegungen zu kontrollieren und auch rechtzeitig Einspruch zu erheben und auch keine Geschäfte am Telefon abzuschließen, egal wie gut die vom Call-Center einen kennen. Der Verbraucherschutz gibt dazu bestimmt auch gute Hilfestellungen.

Meine Philosophie ist dabei auch immer, dass diese Daten, die ich auch in den Social Communities angebe, Daten sind die ich freigebe. Viel mehr Sorgen machen mir die Daten, auf die ich keinen Einfluss habe, weil ich diese nie irgendwo angeben habe, bzw. irgendwelche Datenschutzerklärungen unterschrieben habe.

Dazu gehört auch die Vorratsdatenspeicherung. Denn hier werden Verbindungsprotokolle gespeichert, wann wo mit und wie lange ich mit wem telefoniert habe und mich auch im Internet bewegt habe. Ein sehr schönes Video dazu fand ich auf Netzpolitik:

Dass diese Daten nicht nur benutzt werden, um superböse Terroristen zu schnappen, zeigt zum Beispiel auch die Tat von diesem „Holzklotzwerfer“. Dieser hatte von einer Brücke einen Holzklotz geschmissen, der zu einem tödlichen Unfall führte. Dass es natürlich wichtig ist, diesen Täter zu finden und die schreckliche Tat aufzuklären, ist richtig. Aber sollte dies alles im rechtlichen Rahmen stattfinden und dazu gehört es nicht, innerhalb der Tatzeit, die Mobilfunkverbindungen von mehr als 10.000 Bürgern zu überprüfen. Mit diesem Beispiel wird eigentlich klar, was ein großes Problem ist: digitale Daten sind sehr einfach zu sammeln und auch das Auswerten wird daher immer einfacher.

Wenn man innerhalb einer gewissen Zeit, die Mobilfunkverbindungen von vielen Bürgern die innerhalb des Sendemasten stehen, überprüft, so stellt man diese Bürger auch erstmal in einen Tatverdacht. Ist das rechtens?

Auch wenn es noch so verführerisch ist und seit Staatsfeind Nr. 1 und CSI immer wieder vor Augen geführt wird, wie schnell man einen Täter findet, darf nicht vergessen werden, wie viele Menschen erstmal überprüft werden und wie es auch zu falschen Beweisen kommen kann. Ein Beispiel: Wenn ich in einem Studentenwohnheim wohne, bei denen alle WLAN haben und unter den 100 Bewohnern gibt es einen, der einen Mord ankündigt. Dann könnte es nach Nachverfolgung der IP-Adresse jeder der 100 Bewohner sein. Dieses nur, wenn man sich über Verbindungsdaten verlässt. Fieser noch, wenn ein Hacker einfach vorgauckelt einer der Mitbewohner zu sein und mit seinen Rechner darüber online geht.

Zurück zum Ausgangspunkt: Es ist also nicht nur wichtig, nicht überall seine sämtlichen Daten anzugeben, wenn man sich irgendwo (z.B. Bonusprogramme) anmeldet. Man muss zum Beispiel bei keiner Registrierung im Internet seine Handynummer angeben. Man sollte sich auch verschiedene Mailadressen einrichten, auch welche die nicht gleich auf den richtigen Namen hinweisen.

Viel wichtiger ist auch immer daran zu denken, dass Daten (Verbindungsdaten) gespeichert werden, zu denen man nie sein Einverständnis gegeben hat. Leider ist dieses Problem nicht mit einer zweiten Mailadresse gelöst und genau weiß ich auch nicht, was man dagegen machen kann, außer sich bei den verschiedenen Internetseiten auf dem Laufenden zu halten.

Einen Buchtipp habe ich dazu auch noch. Es ist ein Buch vom Bundesdatenschutzbeauftragen Peter SchaarDas Ende der Privatsphäre

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