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Archive for the ‘.bauch’ Category

Aus aktuellem Anlass werde ich wohl versuchen alle Verlinkungen zur SZ und FAZ von meinem Blog zu entfernen und wohl auch nicht mehr bei Twitter, Facebook oder in einem „realen“ Gespräch auf Beiträge von den beiden Zeitungen hinweisen.

Grund dafür ist die Anzeige gegen Commentarist.de im Auftrag der beiden Medienhäuser. Das junge StartUp hat dabei nicht anderes gemacht als GoogleNews und die Online-Auftritte von großen in Zeitungen in Deutschland nach Kommentaren von Journalisten durchsucht. Auf der schlichten Plattform hat somit schnell einen Überblick über Meinungen zu einem bestimmten Thema gefunden. Der SZ und FAZ waren die kurzen (automatisierten) Teaser (die zu ihren Seiten geführt haben) wohl schon zu viel und sie gingen über eine Anwaltskanzlei gegen Commentarist vor.

Da ich wohl noch weniger Geld als Commentarist habe (aber auch viel viel unbedeutender bin) möchte ich trotzdem nicht das Risiko eingehen, dass ich eine Art Zoll bezahlen muss, wenn Leser von meiner Seite zur SZ oder FAZ gelangen. Oder wie es Markus so treffend bei Twitter formuliert hat, als Commentarist offline gehen musste:

Wären Verleger Clubbesitzer, müssten die Taxifahrer ihnen pro geliefertem Gast ein Entgelt zahlen. #absurd #commentarist

Achja, sollte jemand eine Verlinkung zu einer der beiden Seiten auf meinem Blog finden, würde ich mich über einen Hinweis freuen und auch wenn sich vielleicht der ein oder andere bei meinem kleinen „Protest“ anschließt.

Update 1 [16.02.11 / 12:30]: Dank PalisadesBerlin bin ich darauf aufmerksam geworden, dass beispielsweise OpensourcePR nicht mehr zur Süddeutschen Zeitung oder Frankfurter Allgemeinen Zeitung verlinkt. Auch der Blog von xWolf möchte nicht mehr auf die beiden Seiten verlinken und beschreibt dazu das bigotte Verhalten bei der Verlinkungspolitik der beiden Medienhäuser.

Bild von Rebecca Fikuart / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz (by-nc-nd)

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Achtung, es folgt ein kleiner Kommentar zu dem Wahlkampf der CDU/CSU. Der Text soll irgendwie Satire sein und gibt nicht unbedingt eine rationale Meinung wieder.

2011 wird wohl nicht nur das Jahr für viele Informatiker und Verschwörer, die hinter der Anreihung von so vielen Nullen und Einsen bestimmt ein System erkennen. Bestimmt hat Nostradamus auch das Jahr 2011 vorhergesehen, unmittelbar nach 2010. Was Nostradamus aber bestimmt nicht vorhergesehen hat ist die CSU. Eine kleine Splitterpartei aus dem Süden, die aber wegen irgendwelcher komischen Verstrickungen, die noch nicht mal Wikileaks enthüllen kann, auch in Berlin ihr Unwesen treiben.

Besonders in diesem „Super-Wahljahr“ wollen sie zusammen mit ihrer großen Schwester, der CDU, mächtig politischen Rambazamba veranstalten. Und für Rambazamba braucht man immer einen Gegner und der ist in diesem Fall: die Demokratie. Denn eine der ekligsten Angewohnheiten einer Demokratie ist dieses Recht auf eine eigene Meinung und so einfach kann das ja wohl nicht sein.

Aber weil die Demokratie von den meisten Deutschen doch einigermaßen angenommen wurde, muss ein Feigenblatt her, was die eigentlichen Probleme mit der Demokratie nur verdeckt äußert. Zum Glück ist ein Feigenblatt grün und damit der Gegner geboren. Denn diese Grünen sind ja nun mal wirklich die Ausgeburt einer fehlgeleiteten Demokratie! Die haben andere Ansichten als CDU und CSU – Igitt Igitt. Und andere Ansichten dürfen ja wohl nicht sein. Deswegen muss die alte Negativ-Campaigning-Mühle angeschmissen werden und es muss erstmal ein guter Name her: „Die-Doof-Partei“? Nein, das wäre zu leicht auf alle Parteien übertragbar. „Die Grünen?“ Nee, so heißen die ja schon. „Die-Dagegen-Partei“? Auja! Toll! Passt! Jetzt schnell noch eine Homepage aufgesetzt und ein Lied geschrieben.

So, damit sollten die Wähler aufwachen und sehen wie blöd die Grünen mit ihrer eigenen Meinung sind und wieder die Dafür-Partei wählen. Leider weiß die CDU und CSU noch nicht wofür sie sind, aber auf jeden Fall sind sie Dafür gegen Dagegen zu sein und eine Opposition in der Demokratie wird eh überbewertet!

Vielen Dank liebe CDU und CSU, dass ihr uns daran erinnert was leider nicht im Grundgesetz steht: Meinungsfreiheit ist Moppelkotze

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politikorange-Magazin "Arbeiterbewegung"Wir nennen es Arbeit“ – das ist ein schöner Titel mit dem ich auch gerne irgendwelche Situationen zitiere, weil ich kann mich über Arbeit zur Zeit auch nicht beklagen.

Also auf der einen Seite habe ich genug Arbeit und auf der anderen Seite macht mir ein Teil der Arbeit auch Spaß. Besonders die Arbeit an einer neuen politikorange kann mir sehr viel Spaß machen. Besonders wenn sie sich dann noch um ein Thema wie Arbeit handelt. Denn solche Themen sind so schön abstrakt, dass man viele Ideen ausprobieren und im Magazin unterbringen kann.

Ich habe mir in der politikorange „Arbeiterbewegung“, die auf dem DGB-Kongress erstellt und heute den taz-Abonnenten beilag, Gedanken über das Thema Creditpoints an Universitäten gemacht und ob sie den Sinn einer Vereinheitlichung wirklich erfüllen.

Die gesamte politikorange kannst du dir hier anschauen und herunterladen. An dieser Stelle jetzt mein Kommentar aus dem 24-seitigen Magazin, welches heute auch von einem Redakteur des Medium Magazin per Twitter gelobt wurde:

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Die Kreditkrise der Kommilitonen
Creditpoints haben das Studium nicht vereinfacht, sondern Wissen zu einer Währung verkommen lassen. Wenn es eine Wissenswährung gibt, dann sollten auch die Studenten damit handeln können. Ein Kommentar von Andi Weiland

Es ist mal wieder Semesteranfang und es ist mal wieder nervig. Die Kurse zu voll und es geht doch nur um das „Organisatorische“. Man quält sich durch den „Verlaufsplan“, die „Anforderungen an das Seminar“ und die Vergabe von Referatsthemen. Man packt seinen Notizblock schon ein und dann kommt der gefürchtete Satz von einem Studenten, meist aus den hinteren Reihen: „Wenn ich nur eine Hausarbeit mit zehn Seiten schreibe, bekomme ich dann trotzdem drei Creditpoints?“ – Das böse Wort ist ausgesprochen: „Creditpoints“. Und jetzt geht es los: der Professor sagt, dass er es nicht genau weiß, ein anderer Student weiß das schon besser und eine Kommilitonin hat noch eine ganz andere Frage, nämlich ob sie vier Creditpoints bekommt, wenn sie einen extralangen Handzettel zu ihrem Referat anbietet. Das Feilschen ist in vollem Gange. Dabei sollten die Creditpoints doch alles vereinfachen.

In der Theorie des „European Credit Transfer System“ war es so gedacht, dass die Arbeitsstunden von Studenten, egal, ob in Irland oder Rumänien, vergleichbar sind: 30 Stunden Arbeitsaufwand bringen einen Creditpoint – klingt logisch. Doch es gibt auch Unwägbarkeiten im System: Der Lehrplan ändert sich während des Studiums und ein Modul, das früher zehn „Credits“ wert war, ist nun nur noch fünf Punkte wert. Können die abgeleisteten fünf Extra-Creditpoints nun auf ein anderes Modul übertragen werden? Die Theorie meint „Ja“, aber die Praxis bestätigt das nicht immer. Die Punkte können auch verfallen, wenn man sich nicht in nervenaufreibende Verhandlungen mit Studienbeautragten und Dozenten begibt.

Man bedenke auch die CreditpointInflation: So manch ein Dozent vergisst allmählich, dass auch die Vorlesung im Hörsaal Zeit raubt und in die Arbeitsrechnung ein?ießen muss. Creditpoints haben das Lernen nicht einfacher gemacht, sondern die Bildung zu einer Währung verkommen lassen. Eine Umkehrung dieses Prozesses ist utopisch, also muss man nun mit der Wissenswährung zu Recht kommen.

Wir brauchen eine Creditpoint-Gewerkschaft

Die Frage ist: Wer legt fest, was ein Creditpoint wert ist? Studenten sind der Willkür von Dozenten ausgeliefert, können sich ihre Arbeit nicht adäquat bescheinigen lassen. Wir brauchen eine „Creditpoint-Gewerkschaft“, kurz CPG, inklusive Streikrecht. Vielerorts fehlt es an einer starken Organisation, die bei Verhandlungen um Modulpläne den Studenten eine Stimme verleiht. Die auch mal den Dienst quittiert, wenn Rektoren und Professoren gegen die Interessen der studierenden Mehrheit an den Unis entscheiden wollen. So eine Gewerkschaft ist überfällig, denn die Studenten wissen aus eigener Erfahrung, was sich im Bologna-System ändern muss.

Wir brauchen „Tarifverhandlungen“ darüber, wie beispielsweise Vorlesungen und Seminare in die Punktrechnung eingehen. Wir brauchen Fairness statt Willkür: Wie viel Arbeit steckt wirklich in einer Hausarbeit, was musste der Student für sein Referat leisten? Und vor allem: Was passiert, wenn sich Modulpläne ändern? Einzelgespräche helfen nicht weiter, wir brauchen endlich Verbindlichkeit. Die CPG muss europaweit agieren, wenn es der Bologna-Prozess ernst mit uns meint. Bisher ist es ein Spießrutenlauf, die Universität zu wechseln und bereits geleistetes mitzubringen und weil jede Uni ihren eigenen Creditpoint-Wechselkurs hat. Was ein Student hier geleistet hat, muss dort nicht anerkannt werden. Damit muss Schluss sein!

Wer in heutigen Zeiten um seine Arbeitspunkte kämpft, gilt sehr schnell als kleinkarierter Faulpelz. Diese Sicht ist engstirnig, denn bei Creditpoints wird jetzt schon hemmungslos getrickst. Und solange die angehenden Akademiker nicht nach der Stechuhr lernen, braucht die Entlohnung der Studenten endlich klare Maßstäbe – für echte Vergleichbarkeit. Und für mehr Ruhe in der ersten Semesterwoche.

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"Ben Foertsch" / www.jugendfotos.de

Es geht nicht immer nur ums Geld. Foto von "Ben Foertsch" / http://www.jugendfotos.de

Mensch Mensch, hier ist ja schon lange nichts mehr passiert und geputzt auch niemand. Ja, ich komme nicht so richtig hinterher mit dem Schreiben neuer Blogeinträge, aber vielleicht liegt es auch daran, dass Twitter, Facebook und Buzz mir das Leben so viel einfacher machen.

Zum Beispiel die Idee mit dem Sonntagssong fand ich anfangs ziemlich toll, aber als ich dann immer wieder mitbekommen habe, dass ich Videos die ich toll finde und wofür ich Werbung machen wollte, nicht einbinden konnte, verging mir die Lust und ich habe lieber nur noch den Link „getwittert“. Es zeigte mir, dass verschiedene Menschen nicht die Liebe zur Kunst, zur Musik im Mittelpunkt ihrer Arbeit sehen, sondern nur den Profit. Und wie soll sich der Profit vermehren, wenn jemand kostenlos ein Video in seinen Blog einbindet!? Lange Gedankengänge, viel Aufregung und es macht die Sache nicht besser.

Ich werde mir für 2010 vielleicht etwas neues einfallen lassen, aber es ist schon schwer etwas zu finden, was ich gut kann, aber zugleich unabhängig von Labels oder Urheberrchtsunternehmen bin. Dazu will ich aber klarstellen, dass ich kein Fan der Kostenlos-Kultur bin, aber ich denke auch nicht, dass das aktuelle Urheber- und Lizenzrecht den Prozessen des Internets entgegenkommt. Ich denke, dass zum Beispiel die Creative Commons-Lizenzen ein guter Weg sind, obwohl damit vieles noch nicht geklärt ist.

Okay, dies war nur eine kurze und abschweifende Erklärung, warum mir zur Zeit die Motivation fehlt, hier jede Woche einen Song vorzustellen zu wollen und dann geht es doch nicht. Aber ich denke, dass ich in den nächsten Wochen wieder mal mit irgendwas anfange.

Wenn jemand eine Idee hat, was die Ohren hier flimmern lässt, dann kann das gerne auch in die Kommentare.

Bis dahin verweise ich auch nochmal gerne auf das Projekt Jugendfotos.de, welches die Creative Commons-Lizenz sehr schön umgesetzt wird: Junge Fotografen können ihre Bilder hochladen und nicht-kommerzielle Projekte, wie zum Beispiel Schülerzeitungen oder Blogs können die sehr guten Bilder herunterladen und unter einer CC-Bedingungen verwenden. Mit Jugendmedien.de versuchen wir (ein ehrenamtliches Team aus dem Umkreis der Jugendpresse Deutschland) die Idee von Jugendfotos auch auf andere Medien (Texte, Videos, Audio etc.) auszuweiten.

Jetzt bin ich schon wieder abgeschweift (abgeschwoffen?) und dabei wollte ich nur kurz eine Erklärung loswerden. Hm…

Schöne Grüße und vielen Dank fürs Lesen, andi

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.bilder aus israel

Endlich habe ich Bilder aus Israel hochgeladen. Das Land war sehr beeindruckend, aber auch bedrückend. Deswegen sind die Bilder auch erstmal nur Aufnahmen von dem was ich gesehen habe und keine (Be-)Wertung der politischen Lage.

Besonders die Bilder aus Palästina und der Westbank sind erschreckend, wenn man in einem Haus steht, was von Apache-Hubschraubern beschossen wurde, aber man auch sieht, dass von dem Haus aus auf israelische Häuser geschossen werden konnte. Es ist alles sehr komplex und deswegen erstmal nur die Bilder.

Auf der anderen Seite ist Israel und die Palästinensischen Gebiete auch ein wunderschönes Land (wenn auch viel Wüste). Ich hoffe, dass man das auch auf den Bildern sieht.

Israel
<table style=“width:194px;“><tr><td align=“center“ style=“height:194px;background:url(http://picasaweb.google.com/s/c/transparent_album_background.gif) no-repeat left“><a href=“http://picasaweb.google.com/andi.weiland/Israel?feat=embedwebsite“><img src=“http://lh3.ggpht.com/_S0M_C3aUYg8/SwHbY7LzMPE/AAAAAAAAB7Q/wkY9V1T2Kug/s160-c/Israel.jpg&#8220; width=“160″ height=“160″ style=“margin:1px 0 0 4px;“></a></td></tr><tr><td style=“text-align:center;font-family:arial,sans-serif;font-size:11px“><a href=“http://picasaweb.google.com/andi.weiland/Israel?feat=embedwebsite&#8220; style=“color:#4D4D4D;font-weight:bold;text-decoration:none;“>Israel</a></td></tr></table>

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Stell dir vor, es sind Proteste und keiner weiß davon. Neue Kommunikationswege sind für einige Protestorganisatoren wohl noch ein Fremdwort. So die Online-Beobachtung beim Bildungsstreik in Münster. Von Andi Weiland

Man kann nicht nicht kommunizieren – ein Axiom welches Paul Watzlawick in den Sechzigern Jahren aufgestellt hat. Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht ist diese Aussage zwar überholt bzw. erweitert worden, aber eine kleine Gruppe von Studenten beweist im Jahr 2009, dass man nicht kommunizieren kann. Jedenfalls nicht so, wie sich 2009 die Chancen bieten.

Screenshot vom Twittaraccount am 18. November 2009

Screenshot vom Twitter-Account am 18. November 2009

Auf der Homepage vom Bildungsstreik Münster ist alles sehr schön aufgemacht: die Farben entsprechend den Corporate Design der bundesweiten Proteste und ein bisschen chaotisch sieht es auch aus. Damit man den Anschein wahrt, man sei auch nur Studenten und Schüler die keine Bildung bekommen. Im ersten Augenblick war ich überrascht, dass man sich die Icons von Facebook, Twitter, StudiVZ und Co geholt hat, wo der Bildungsstreik auch überall vertreten ist. StudiVZ machte dankenswerter Weise am 17. November auch auf der Startseite Werbung für den Bildungsstreik – selbstredend für ein Studenten-Community von . Der Twitter-Account offenbart dann aber leider das grausame Bild der Nichtkommunikation im Bildungsstreik. Vor der Erklärung noch kurz meine Devise: man entweder etwas ganz macht oder gar nicht – oder wie es ein Film mit Bruce Willis ausdrückt: „Keine halben Sachen“.

Der Twitter-Account sah am 17. November gefolgt aus, man verfolgt die Profile von zwei anderen Seiten und hat selber 100 Leute die dem Profil folgen. Warum sollte man auch einen Profil folgen, was keine aktuellen Informationen bringt? Denn der letzte Eintrag am 17. November 2009 ist vom 14. November. Auch am 18. November hat sich auf der Seite nichts getan. Kein Hinweis darauf, dass man im Fürstenberghaus einen Vorlesungssaal besetzt oder wenigsten der Verkehr eine halbe Stunde zum erliegen gebracht wurde. Auch nichts zum weiteren Vorgehen. Münster hat eine der größten Unis in ganz Deutschland und eine der besten Kommunikationswissenschaftlichen Abteilungen, trotzdem kommen zum Bildungsstreik nur rund 2000 Leute!? Woher sollen sie es denn auch wissen? Von ein paar Plakaten in der Stadt, bei denen man nicht weiß ob die noch vom Sommer da hängen oder von ein paar Flyer, die im Fahrradgepäckkorb zwischen Laub und Flyern der Semesterparty im Uferlos liegen?

Twitter und Facebook oder auch der Buschfunk sind Kanäle die eine Informationsüberflutung mit sich bringen können. Dafür muss man aber auch erstmal eine Information schaffen. Dank den neuen Vernetzungen von Twitter aus, braucht man nur einmal eine Nachricht schreiben, die auf allen anderen Plattformen veröffentlicht wird, aber dafür muss man sie erstmal schreiben. Aber nicht nur in Münster ist die Kommunikation über diverse Plattformen mangelhaft. Auch in Dresden wird besser auf einen schönen selbst gebastelten Sarg und Schminke gesetzt, als die Wiki-Seite ordentlich zu pflegen. Für einen Artikel am Wochenende sollte ein gutes Bild von dem besetzten Audimax her. Kurz vor Abgabe war der Weg zur Uni für ein Bild zu weit und die Hoffnung sollte zuletzte sterben, weil es doch bestimmt ein gutes Bilder der Besetzer im Wiki gab. Die Hoffnung starb aber: denn was sich auf der Seite bot, waren ein paar schlechte Handybilder in einer Auflösung von 640×480 Pixel und auch auf Anfrage kamen keine besseren Bilder. Der Artikel stand dann irgendwann, ohne Bild.  Es bleibt fraglich, ob der sehr gute Artikel trotzdem gelesen wird, wenn ein Bild fehlt. Nachrichtenwert, ick hör dir trapsen.

Es können Hunderte von Transparenten hochgehalten werden, man kann ein bisschen grölend und pfeifend durch die Straßen ziehen, aber wenn man es nicht auch den Leuten mitteilt, die gerade in Unibibliotheken auf ihre Facebook-Seite schauen, dann ist die Aktion doch schnell verpufft. Natürlich, wäre es zu idealistisch zu glauben, dass Twitter das einzige Allheilmittel ist, um die Leute zu den Protesten zu holen oder Politiker einsehen, dass Studiengebühren doch nicht so gut sind, aber das tuen besetze Hörsäle auch nicht. Die Idee muss kommuniziert werden, doch gerade verhalten sich manche Protestler so, wie der berühmte Baum im Wald – wo man nicht weiß ob er umgefallen ist oder nicht, weil man es ja nicht gehört hat.

Mir gibt diese Nichtkommunikation aber auch Motivation für meine Diplomarbeit, denn auf der einen Seite erkenne ich nun doch einen Mehrwert in meiner Arbeit, weil die Idee von Kommunikation im Web2.0 doch noch nicht so gegenwärtig ist und auf der anderen Seite werde ich bei Twitter wenigsten nicht vom Bildungsstreik in Münster abgelenkt. Danke dafür.

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Es geht mal wieder los. Die großen Musiklabels Sony, Universal und Warner haben ihre Abmahnanwälte Clemens Rasch und Co auf Hip-Hop-Blogs losgelassen. Mehre Blogs sollen auf einen Sampler vom letzten Splash-Festival verlinkt haben, auf dem sich urheberrechtliches Material befindet. Die Mixtapesammelstelle, die leider auch betroffen ist, hat diese paradoxe Praxis sehr gut zusammen gefasst:

Wir Blogger sind eine einzige Werbemaschine für Musik und uns dafür zu bestrafen widerspricht jeglicher Logik. Uns geht es nicht um illegale Vervielfältigung sondern um Promo für gute Musik und durch solche Abmahnungen werden diese Bemühungen zu nichte gemacht.

Besonders Hip-Hopper machen sich mit Samplern sehr darum verdient, dass unbekannte Künstler berühmt werden, aber auch das alte Künstler nicht vergessen werden. So hat zum Beispiel auch Jan Delay auf seinem letzten Album James Brown gesamplet oder auch „Türlich Türlich“ mit Cameos „Word up“ zusammen geführt.

Es ist somit doch gegen jede kulturelle Idee, wenn man die Leute verklagt, die Werbung für ein Gut machen. Diese neue Abmahnwelle zeigt mal wieder, was das große Problem der Musikindustrie (das Wort sagt schon alles) ist: sie verstehen nicht, dass Musik ein direktes Kommunikationswerkzeug ist, was Menschen verbindet und wenn man als Blog auf einen Sampler verlinkt, dann weist man auf Kunst hin. Dies kann doch nicht strafbar sein? Oder muss man nun bald Angst haben, wenn man die Kopfhörer einen Kumpel gibt und sagt: „Hier hör dir das mal an, das ist doch toll!“?

Ich will hier kein Plädoyer dafür halten, dass Musik komplett frei sein soll, weil besonders die Künstler haben Anspruch auf ihre Bezahlung und den Schutz ihres Eigentum, aber dieser Schutz muss den neuen Medien angepasst werden. Denn im Endeffekt verlieren nur beide Seiten: Künstler werden nicht mehr bekannt, weil keiner sich mehr traut auf den Newcomer zu verlinken und vielen Menschen wird ihr liebstes Hobby genommen, wenn sie über tolle Musik nicht mehr schreiben können.

Leider habe ich gerade auch keine Idee, wie man unter anderem den Blogs JD’s Rapblog und Mixtapesammelstelle helfen kann, außer versuchen eine Öffentlichkeit zu schaffen, für diese traurigen Geschäftspraktiken. Informieren kann man sich auch auf dem Portal „Rasch vs. DJs“.

Gute Nacht.

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